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Nicolas Fabre

„Weg mit dem Fett!“

Alles ist größer, alles geht schneller: Nicolas Fabre ist einer der kreativen Köpfe unseres Büros. Er hat drei Jahre in Shanghai Gebäude und ganze Stadtteile entworfen. Die Erfahrung hilft ihm heute, bei oow noch besser und zügiger Architektur zu planen.

„In China wird in ganz anderen Dimensionen gedacht.“

Für dich ist die Architektur ein Weg, Geschichten zu erzählen. Das musst du erklären!

Nun, wer mit einem Gebäude zu tun hat – also die Architekten, die Bauherren oder die Bewohner – wird zum Storyteller. Er oder sie kann erzählen, wie das Bauwerk entstanden ist, wie es seine Umwelt geprägt hat, wie es sich gewandelt hat und wie die Menschen darin leben. In diesen Gebäuden entstehen unzählige Geschichten. Das finde ich wunderbar!

Was reizt dich noch an der Architektur?

Wir müssen mit einer Menge an Vorgaben und Einschränkungen zurechtkommen – seien sie technischer, wissenschaftlicher, finanzieller oder ökologischer Natur. Da die beste Lösung zu finden, ist immer eine Herausforderung.

Du kommst aus einer Kleinstadt bei Bordeaux in Südfrankreich. Wie verlief dein Weg zu oow nach Berlin?

Zum Studieren ging es für mich in die Niederlande an die Technische Universität Delft. Eigentlich wollte ich dort nur ein Erasmus-Jahr machen. Doch es hat mir so gut gefallen, dass ich geblieben bin und meinen Abschluss gemacht habe. Die Uni in Delft, übrigens die älteste technische Hochschule in den Niederlanden, ist extrem international. Es war völlig normal, dass dort viele Ausländer studierten – und viele auch später im Ausland arbeiteten, etwa in China. Und so bin auch ich nach Fernost gezogen und habe ich Shanghai drei Jahre als Architekt gearbeitet.

Wie ist dir dort ergangen?

Das war schon ein ziemlich radikaler Wechsel im Vergleich mit dem Leben in den Niederlanden! In Shanghai habe ich in einem großen französischen Architektenbüro gearbeitet. In China wird in ganz anderen Dimensionen gedacht. Unter 50.000 Quadratmeter hatte eigentlich keines meiner Projekte. Ich habe auch einmal eine ganze Stadt geplant – für eine halbe Million Einwohner! Diese Dimensionen kennt man in Europa einfach nicht. In China baut man entweder „big“ oder „hyperbig“. (lacht)

Was hat das für deine Arbeit bedeutet?

Es ging alles extrem schnell. Schon nach wenigen Monaten habe ich ein Team von vier Mitarbeitern geleitet. Da gewinnt man sehr schnell Erfahrungen und muss rasch dazulernen. Das Tempo ist generell sehr hoch. Wir haben zum Beispiel an vielen Wettbewerben teilgenommen, in einem Jahr war ich gleich an 14 Projekten beteiligt.

Das heißt aber: viel planen, wenig bauen?

Genau. Meine Arbeit beschränkte sich oft auf die Frühphase des Designprozesses. Man wirft vieles in die Luft, was später nie umgesetzt wird. Nach drei Jahren habe ich gesagt: Dafür bin ich nicht Architekt geworden.

„Der Prozess ist viel effizienter. Das macht mich und die Kunden zufriedener.“

„Heute bin ich viel direkter.“

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Wie hat es dir ansonsten in China gefallen?

Das Leben dort erschöpft einen. Und natürlich kommt man wegen Themen wie Lebensmittelsicherheit oder Luftverschmutzung auch immer wieder ins Grübeln, ob man dort auch wirklich für immer bleiben möchte. Deshalb habe ich mich entschieden, wieder nach Europa zurückzukehren.

Haben dich die Jahre in Shanghai verändert?

Die Art, wie ich entscheide und wie ich über meine Arbeit rede, hat sich geändert. In China steckt in den Präsentationen immer viel PR. Das finde ich schade, denn es verwässert den Kern, das, worum es eigentlich geht. Darum: Weg mit dem Fett! Heute bin ich viel direkter und mache mir weniger Gedanken, wie ich ein Vorhaben verpacke, sondern konzentriere mich nur auf die Essenz.

Spiegelt sich das in deiner Arbeitsweise wieder?

Ja, wir haben hier effiziente Prozesse. Für unsere Kunden ist das optimal, denn sie kommen mit ihrem Vorhaben schnell voran. Weil wir unsere Planung dreidimensional visualisieren, können sich Auftraggeber leichter vorstellen, wie genau ein Gebäude aussehen wird. Alle noch so kleinen Details und Parameter – wie zum Beispiel der Preis eines Fensters – sind in der Visualisierung bereits enthalten. Man kann also genau sehen, welche Auswirkung eine Entscheidung hat – etwa, wenn man ein Material verändert. Das hilft, schneller zu entscheiden. Der Prozess ist viel effizienter. Das macht mich und die Kunden zufriedener.

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